Einen Übersetzungsauftrag richtig formulieren

Symbolbild für einen Übersetzungsauftrag: zwei Personen schütteln sich die Hände zum Vertragsabschluss
Vor dem Einkauf von Übersetzungsleistungen müssen einige Punkte beachtet werden

Wenn Sie eine Übersetzung benötigen und nun auf der Suche nach einem Übersetzer sind, sollten Sie einige Dinge beim Formulieren Ihrer Anfrage beachten. Welche Informationen Sie dem Übersetzer bei einer Anfrage von Anfang an geben sollten, erfahren Sie im folgenden Text.

Zeit einplanen und Sprachenpaar genau angeben

Der wichtigste Punkt zuerst: Planen Sie ausreichend Zeit ein! Viele potenzielle Auftraggeber vergessen diesen Aspekt. Schon in der Entwicklungsphase Ihrer Texte sollten Sie genug Zeit für die anschließende Übersetzung einkalkulieren. Man geht ungefähr davon aus, dass ein professioneller Übersetzer bis zu 2.500 Wörter pro Arbeitstag übersetzen kann. Jedoch nur dann, wenn der Ausgangstext keine Probleme aufwirft, nichts dazwischen kommt oder andere Aufträge parallel bearbeitet werden müssen.

 

Zählen Sie die Wörter Ihrer Texte und schätzen Sie dann, wie lange die Übersetzung ungefähr dauern könnte. Sie sollten dem Übersetzer allerdings einige Tage zusätzlich Zeit einräumen. Teilen Sie dem Übersetzer den gewünschten Liefertermin in Ihrer Anfrage mit.

 

Auch die Sprache, in die der Text übersetzt werden muss, sollte in der Anfrage genau angegeben werden. Achten Sie auf die regionalen Unterschiede einzelner Sprachen! Benötigen Sie zum Beispiel eine Übersetzung ins amerikanische Englisch oder ins britische Englisch? Solche Aspekte sollten Sie klar formulieren.

Zielgruppe und Ausführung der Übersetzung beachten

Machen Sie sich auch Gedanken über Ihre Zielgruppe. Es ist ein Unterschied, ob sich die Übersetzung an Fachleute oder Laien, alte oder junge Menschen richten soll. Wenn Sie Ihre Zielgruppe im Blick haben, sollten Sie dies dem Übersetzer mitteilen. Nur so kann der Stil der Übersetzung optimal angepasst und die erhoffte Wirkung erzielt werden.

 

Die gewünschte Ausführung der Übersetzung sollten Sie ebenfalls ansprechen. Benötigen Sie die Übersetzung ausgedruckt mit der Post oder reicht Ihnen die Lieferung per E-Mail? Wie viele Exemplare benötigen Sie? Wenn die Übersetzung veröffentlicht werden soll, möchten viele Übersetzer zuvor einen Korrekturabzug, auch Druckfahne genannt, einsehen. Erst nach Freigabe des Textes durch den Übersetzer können Sie ihn schließlich veröffentlichen. Auch hier spielt wieder die Zeitplanung eine Rolle.

 

Übersetzungen von Urkunden, Zeugnissen und Verträgen müssen häufig beglaubigt werden. Fragen Sie die Behörde, bei der Sie die Übersetzung einreichen möchten, ob eine beglaubigte Übersetzung bzw. bestätigte Übersetzung verlangt wird. Wenn ja, dann sagen Sie dies dem Übersetzer schon in der Anfrage. Planen Sie auch in diesem Fall etwas mehr Zeit für die Übersetzung ein, denn oft müssen Sie dem Übersetzer dann Ihre Dokumente per Post zustellen oder persönlich vorbeibringen. Beglaubigte Übersetzungen dürfen anschließend auch nur ausgedruckt und gestempelt per Post zurückgeschickt oder eigenhändig beim Übersetzer abgeholt werden. Scans von beglaubigten Übersetzungen werden von den Behörden nämlich häufig nicht akzeptiert.  

Glossare und andere Hilfsmittel bereitstellen

Wenn Sie regelmäßig Texte derselben Art übersetzen lassen müssen, zum Beispiel Verträge, können Sie dem Übersetzer ähnliche Texte als Referenz beifügen. Auch Glossare und alte Übersetzungen ähnlicher Dokumente helfen dem Übersetzer bei der Arbeit. Schicken Sie am besten so viel Infomaterial wie möglich mit.

 

Noch ein wichtiger Punkt zum Schluss: Vergessen Sie nicht, dem Übersetzer Ihre Dokumente schon mit der Anfrage zu schicken, zum Beispiel als Anhang per E-Mail. So kann der Übersetzer einen Blick auf Ihre Texte werfen und schnell ein individuelles Angebot für Sie erstellen.

 

Über weitere wichtige Aspekte zur Vergabe von Übersetzungsaufträgen informiere ich Sie auch auf meiner Website: Informationen für Auftraggeber.


Ralph Smyreck, M. A. – Fachübersetzer

Wer schreibt hier? Mein Name ist Ralph Smyreck, ich bin freiberuflicher Fachübersetzer, Transkreativtexter und Lektor für die Sprachen Englisch, Dänisch, Französisch und Deutsch in Leipzig. Ich unterstütze Unternehmen, NGOs und Einzelkunden weltweit in Sachen interkultureller Kommunikation. In diesem Blog berichte ich über interessante Themen rund um den Arbeitsalltag eines Übersetzers. Gerne können Sie mich kontaktieren, wenn Sie Fragen zu meiner Person oder meinen Sprachdienstleistungen haben. Auch über Rückmeldungen und Themenvorschläge für meinen Übersetzer-Blog freue ich mich.



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